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![]() Judo ist eine vielseitige Zweikampfsportart, die auf dem Prinzip des Nachgebens basiert. Erstmals 1964 und dann wieder seit 1972 ist Judo olympische Disziplin. Das Wort Judo setzt sich zusammen aus dem japanischen Begriffen dju (= edel, vornehm, sanft) und do (Weg, Grundsatz, Prinzip). Der Begriff Judo ist also zu übersetzen mit „sanfter Weg“.
Herkunft
Judo entwickelte sich aus der Disziplin Jiu-Jitsu, einer in Japan gepflegten Form der Selbstverteidigung. Deren genaue Herkunft ist unbekannt; doch ist anzunehmen, dass sie bereits vor dem 10. Jahrhundert ihren Weg von China nach Japan gefunden hat. Seit dem 16. Jahrhundert wurde Jiu-Jitsu von der in Japan ansässigen Ritterkaste, den Samurais, für das Kriegshandwerk weiterentwickelt und dazu als Geheimwissenschaft innerhalb dieser Kaste gepflegt. Mit dem Herrschaftsbeginn der Meiji-Kaiser in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verloren die Samurais ihre Bedeutung als staatsbeherrschende Kaste. Damit geriet auch das Jiu-Jitsu in Vergessenheit. Dem deutschen Gelehrten Erich Bälz, der an der Kaiserlichen Universität in Tokio lehrte, verdankt Japan die Rückbesinnung auf diese traditionsreiche Zweikampfdisziplin. Die Hinwendung der japanischen Jugend zu wissenschaftlicher Betätigung und die damit verbundene einseitige geistige Belastung veranlassten den der deutschen Turnbewegung verbundenen Professor, nach einem körperlichen Ausgleich für seine Studenten zu suchen. Bälz fand ihn im alten System des Jiu-Jitsu. Einer seiner Schüler, Jigoro Kano, entwickelte daraus die heutige Disziplin Judo. Er entfernte aus dem Jiu-Jitsu die gefährlichen und schmerzhaften, nur der Selbstverteidigung dienenden Techniken und verbesserte dafür die für einen fairen, sportlichen Zweikampf notwendigen Angriffs- und Verteidigungselemente. Kano wollte in seinem Judo nicht nur die Möglichkeit zur körperlichen Ertüchtigung sehen; vielmehr betrachtete er diesen Sport auch als ein Erziehungssystem zur Ausbildung der Persönlichkeit auf Grundlage des Zen-Buddhismus. „Durch gegenseitiges Helfen zum beiderseitigen Wohlergehen“ und „Bester Einsatz von Körper und Geist“ sind die zwei Grundprinzipien der von Kano begründeten Sportart. Um sein Erziehungsideale zu verwirklichen, schuf Kano 1882 in Tokio den „Kodokan“, die „Schule zum Studium des Weges“. Diese Ausbildungsstätte für Judo ist bis zum heutigen Tage das Zentrum für die sportlichen und geistigen Grundlagen des Judo geblieben. Judo im ESSC Die Judo-Abteilung des ESSC feierte im Jahr 2002 ihr 25-jähriges Bestehen. Derzeit betreiben ca. 150 Judokas aller Altersklassen ihre Sportart im ESSC. Durch das hochqualifizierte Trainerteam und die enge Zusammenarbeit mit dem Bundesstützpunkt in Rüsselsheim und dem Hessischen Landesverband wird talentierten Nachwuchsjudokas die Möglichkeit geboten, sich zu deutschen Spitzenjudokas zu entwickeln. Eine besondere Betonung der Ausbildung wird hierbei auf die Ausprägung des sozialen Verhaltens gelegt. Unter dieser Prämisse legen die Verantwortlichen der Abteilung sorgfältige Achtsamkeit bei der Auswahl der für den Verein tätigen Trainer bzw. Übungsleiter. Abteilungsleiterin Marianne Geiss hat von Anfang an gute Kontakte zu den hochqualifizierten Kräften dieser Sportart gepflegt und immer geeignete Übungsleiter gefunden, die diese Anforderungen erfüllen konnten. Zu den Vereinen innerhalb des Main-Taunus-Kreises bestehen seit mehr als 20 Jahren sportlich-kameradschaftliche Beziehungen, die in der jährlich durchgeführten Kreismeisterschaft ihren Höhepunkt finden. Außer den Kreismeisterschaften richtet die Judo-Abteilung Clubmeisterschaften, First-Fight-Turniere, Bezirksmeisterschaften und Freundschaftsbegegnungen aus. Veranstaltungshöhepunkte der letzten Jahre waren die Ausrichtung eines Vergleichskampfes zwischen der Brasilianischen Judo-Nationalmannschaft und einer Auswahl der Bundesligamannschaft des Judo-Club Rüsselsheim sowie ein Förderlehrgang mit dem Chef-Bundestrainer des Deutschen Judo-Bundes, Manfred Birod. Der erste Trainer der Bad Sodener Judokas war vor 25 Jahren der Sportmediziner Dr. med. Harald Hake, der auch in den darauffolgenden Jahren die sportärztliche Betreuung der Judokas übernahm. In der Nachfolgende als hauptverantwortlicher Trainer und Judo-Jugend-Sportleiter ist Diplom-Sportlehrer Eugen Gerber seit 23 Jahren mit großem Engagement für die Judo-Jugend unseres Vereins „auf der Matte“ tätig.
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