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Deutsche Masters Hamburg 2010 Synchronschwimmen
Vier Wochen vorher die spontane Entscheidung, bei den Masters in Hamburg im Juni mitzuschwimmen. Ein Solo hatte ich schon - die Kür hatten meine Tochter und ich als Duett für den 70. Geburtstag meiner Mutter ausgearbeitet. Das konnte ich so ziemlich übernehmen. Jetzt galt es noch, eine Technische Kür (sprich die Pflichtkür) auszuarbeiten. Nach vielfachen Änderungen und einigen Trainingsstunden stand aber auch dieses Solo. Vielen Dank, Annette, für deine Unterstützung!
Wir - mit von der Partie waren Annette Gäßler als Schiedsrichterin/Trainerin und Sebastian Gäßler als Protokollant - reisten schon am Freitagabend an, denn es ging am Samstag bereits um 10 Uhr los. Der Wettkampf Technische Kür Solo stand als erstes auf dem Zeitplan. Es war doch ein komisches Gefühl, nach mehr als 25 Jahren wieder an einem Synchronschwimm-Wettkampf mitzumachen: Aufregung, die Frage "was mach ich eigentlich hier?", zittrige Beine, die Angst "hoffentlich vergess ich nichts" und die Hoffnung auf gute Wertung. Es war wie früher - nichts hatte sich verändert. Als die Musik losging, war alles vergessen und ich konzentrierte mich nur noch auf die Kür. Es klappte auch wunderbar und die Punkte waren passabel. Ich war zufrieden. Für mich war das der einzige Start an diesem Tag. Es folgten die Duette und Gruppen und ganz zum Schluss die Kombinationen. Unter den Teilnehmern waren Ex-Schwimmerinnen der Nationalmannschaft, Teilnehmerinnen aus Holland, eine männliche Abordnung aus Frankfurt. Die älteste Schwimmerin mit 67 Jahren kam aus Eschweiler. Hut ab! Am Sonntag mussten wir noch früher in der Schwimmhalle sein. Nach dem Einschwimmen um 9 Uhr folgte der Wettkampf der Freien Kür Solo. Wieder dieselbe Aufregung wie am Vortag. Aber auch diese Kür klappte - mit einem kleinen improvisatorischen Schnörkel. Im Gegensatz zur Technischen Kür, die nur 1:30 min. lang sein muss, ist die Zeit für das Freie Solo auf ca. 2:30 min. festgesetzt. Das ist schon deutlich anstrengender, was sich auch ganz klar hinterher in meinen Beinen bemerkbar machte. Danach: Erleichterung, es geschafft zu haben, Fiebern mit den anderen, Anfeuern, Beifall, Schwätzchen, Erinnerungen austauschen. Zum Schluss die Siegerehrung: 3. Platz, nur ein Punkt am 2. Platz vorbeigeschrammt. Das gibt Motivation, es das nächste Jahr besser zu machen. Mit etwas mehr Zeit mich vorzubereiten, eine noch anspruchsvollere Kür auszuarbeiten und zu trainieren, müsste das möglich sein. Es war eine schöne Erfahrung und hat viel Spaß gemacht. Alte Bekannte getroffen und neue Leute kennengelernt. Die Atmosphäre wie in einer großen Familie. Eine Schwimmerinnen sagte: "Wir sind keine Konkurrentinnen, wir sind Freundinnen!" Recht hat sie. Kein Leistungsdruck, wie auf den Wettkämpfen der Jüngeren. Hier schwimmt jeder nur weil es Spaß macht. Leider konnte ich als einzelne Schwimmerin in den Duett- und Gruppenwettkämpfen nichts ausrichten - aber ich hoffe, dass vielleicht noch die ein oder andere der "alten" Schwimmerinnen Lust bekommt, wieder zu schwimmen und sich mir anzuschließen. MELDET EUCH !!!Als gleichzeitige Schwimmerin bei den ESSC-Masters habe ich natürlich auch über den Synchro-Tellerrand geschaut und mir das Protokoll der Schwimmer angesehen: Die älteste Teilnehmerin war Jahrgang 1920, der älteste Teilnehmer 1921. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Mit 90 Jahren noch aktiv zu schwimmen, das ist doch ein Ziel, oder? Ulrike Zöller
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